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Warum du neue Zimmerpflanzen immer umtopfen und die Erde ersetzen solltest

Wer kennt das nicht? Man bringt voller Vorfreude eine neue Zimmerpflanze nach Hause, frisch gekauft aus einem großen skandinavischem Einrichtungshaus oder Baumarkt-Gartencenter, stellt sie an ihren Platz und freut sich über das frische Grün. Doch ein wichtiger Schritt wird häufig vergessen: das Austauschen der Erde und gegebenenfalls das Umtopfen.

Warum die mitgelieferte Erde oft kein guter Start ist

Viele Pflanzen werden für den Transport und eine möglichst lange Haltbarkeit während des Verkaufs in sehr nährstoffarme Substrate gesetzt. Diese Erde ist leicht, günstig und dient in erster Linie dazu, dass die Pflanze nicht zu schnell wächst oder zu viel Wasser benötigt. Für die dauerhafte Haltung zuhause ist sie jedoch selten geeignet, wodurch die Pflanzen schnell nicht mehr schön aussehen.

Häufig enthält dieses Substrat kaum Nährstoffe, sodass die Pflanze schnell Mangelerscheinungen zeigt. Es besteht häufig aus sehr torfhaltigem Material, das zwar Wasser speichert, aber nur schlecht durchlüftet ist. Zusätzlich werden oft kurzzeitige Düngerdepots beigemischt, die lediglich wenige Wochen wirken.

Risiko von Schädlingen und Krankheiten

Ein weiterer Grund für den direkten Erdaustausch ist die mögliche Belastung mit Trauermücken, Wurzelläusen oder Pilzsporen. Diese können sich später leicht in der Wohnung verbreiten und andere Pflanzen anstecken. Durch frische, hochwertige Erde lässt sich dieses Risiko deutlich verringern.

Wann solltest du umtopfen?

Am besten direkt nach dem Kauf oder spätestens nach einer kurzen Eingewöhnung von einigen Tagen. Ein deutliches Zeichen ist, wenn Wurzeln unten aus dem Topf herauswachsen oder wenn die Erde unangenehm riecht oder sehr nass und verdichtet wirkt.

So gehst du vor

Die Pflanze vorsichtig aus dem Topf nehmen und die alte Erde behutsam von den Wurzeln lösen. Den Wurzelballen prüfen und beschädigte Wurzeln mit einer Schere entfernen. Anschließend die Pflanze in einen etwas größeren Topf mit frischer, hochwertiger Blumenerde setzen und gut angießen. Danach sollte sie einige Tage Ruhe bekommen, um sich zu stabilisieren.

Das Ergebnis lohnt sich

Mit frischer Erde erhält die Pflanze eine bessere und längerfristige Nährstoffversorgung, eine gesunde Wurzelentwicklung und ein stabiles Wachstum. Außerdem sinkt das Risiko von Schädlingsbefall deutlich. Ein vergleichsweise kleiner Aufwand, der sich langfristig auszahlt und dem grünen Mitbewohner zu einem optimalen Start verhilft.

Welche Erde nehme ich nun aber?

Kommt auf die Pflanze an! Wenn man sich beliebte Sorten anschaut mögen es die einen meist etwas feuchter zu stehen während andere eher einen trockeneren Boden bevorzugen. Unsere Erdmischungen bieten hierfür die besten Eigenschaften. oKlee 2 für klassische Zimmerpflanzenböden, die ein feuchtes Bodenklima wünschen. Und oKlee 2.1 für Pflanzen, die eher trocken stehen.

PflanzeMindesttemperatur (empfohlen)Empfohlene oKlee‑ErdeBegründung / Hinweise
Zamioculcas (Glücksfeder)15°C – 25°CoKlee 2.1 (trocken‑stehend)Liebt trockene, gut durchlüftete Substrate, verträgt eher wenig stehende Nässe.
Spathiphyllum (Einblatt)15°C – 25°CoKlee 2Mag eine gleichmäßige Feuchtigkeit mit guter Wasserspeicherung ist geeignet.
Dracaena marginata (Drachenbaum)15°C – 25°CoKlee 2.1Bevorzugt sehr gut drainierende Erde, Staunässe kann zu Wurzelfäule führen.
Dypsis lutescens (Goldfruchtpalme)15°C – 25°CoKlee 2Palmen mögen etwas mehr Feuchtigkeit, aber dennoch gute Belüftung
Monstera deliciosa (Fensterblatt)~ 18–29 °C laut QuellenoKlee 2Monsteras brauchen gut durchlässige, aber nährstoffreiche Erde; zu trocken sollte es nicht sein, aber Staunässe vermeiden.
Yucca elephantipes (Palmlilie)15°C – 25°CoKlee 2.1Yucca verträgt trockene Böden sehr gut, bevorzugt durchlässige, lockere Erde.